heimlich geübt und nichts verraten,singendie Kinde ihr Lied für Ruth LinenbeckerCZ/Bonneberg.Am vergangenen Sonntag, Ende Januar 2018, gestaltet der Kindergarten diesen besonderen Gottesdienst. Es lassen sich viele, viele einladen, auch „ehemalige“ Kinder, Kollegen und Weggefährten haben sich auf den Weg gemacht, um Ruth Linnenbecker, die langjährige Leitung des Kindergartens Bonnberg zu verabschieden. Nach mehr als 37 Jahren, die kleinen Pausen mitgerechnet, sind es fast 40 Jahre,die sie dort tätig war. Im ersten und die letzten 8 Jahre in der Funktion als Leitung, geht sie nun in den wohlverdienten Ruhestand. Ein wunderschöner Gottesdienst, von den Kollegen und Kindern mir viel Liebe und Herzblut geplant, durchdacht und durchgeführt. Nach der Begrüßung liest Pastor Steiner eine moderne Psalm-Übersetzung des 34. Psalm von H. D. Hüsch: „…ich will den Kindern sagen, was zu wissen wichtig ist und was zu lernen sich lohnt. Bösen Menschen geht aus dem Weg, bei guten Menschen geht in die Lehre… denn die Augen unseres Gottes bewachen jeden von euch und seine Ohren hören jeden von euch, der Angst hat… besonders liegen ihm die am Herzen, die vor Kummer nicht ein noch aus wissen, ihnen wischt er die Tränen aus den Augen und tröstet ihren Schmerz.“

 

viele Eltern und Kollegen haben ein neues Lied einstudiert, wunderschön begleitet am Klavier.Im Anschluss daran folgt ein ganz besonderer Moment, der viele Übungseinheiten beinhaltet. Die Kinder springen freudig nach vorne und tragen, wenn auch ein bisschen aufgeregt, ihr fleißig einstudiertes Lied vor. Begleitet vom Klavier und dem Erzieher- Team singen sie voller Begeisterung: „Wir wissen noch genau wie´s war an unserem ersten Tag bei Dir. Mit unseren Eltern standen wir vor dieser großen Tür. Das Herz schlug uns bis zum Hals, wir gingen wie im Traum und auf einmal standen wir in deinem Gruppenraum. Da warst Du und machtest uns Mut: Komm´ her ich heiße Ruth. Da war´n lachende Augen, ein fröhliches Herz, warme Hände und offene Ohren, ein kleiner Ansporn dort und ein fröhliches Wort, niemand ging bei dir verloren. Es kam uns in den Sinn wir gehen gerne hierhin, lieb ist unsere Leiterin“. Absolut gerührt von dieser tollen Darbietung und mit nun doch nicht mit unvermeidlichen Tränen beschreibt Ruth Linnenbecker ihren Eindruck: „Das war ganz, ganz, ganz toll, ich möchte euch alle in den Arm nehmen.“

Viele liebe und gute Worte werden Ruth Linnenbecker zu gesprochen und gute Wünsche mit gegeben, aber von einer besonderen Stärke hören wir, die des Zuhörens und Begleitens, die nicht selbstverständlich sind, sondern etwas ganz Besonderes. Ein Abschied bedeutet einen Neuanfang und diesen Neubeginn im Kindergarten Bonneberg übernimmt Oliver Messerli. Die neue Leitung wird vom Presbyterium mit einem Blumenstrauß ganz herzlich begrüßt und herzlich willkommen geheißen in der Kirchengemeinde Bonneberg und im Kindergarten. Auch ihm werden gute Wünsche und Gottes Segen zu gesprochen, mit viel Kraft für alle neuen Aufgaben.                                                                                               Anschließend wird der alte Schlager und auch Motto des Gottesdienstes: „Danke, für diesen guten Morgen…“ von der gesamten Gemeinde ganz kräftig geschmettert.

R 18 3In seiner Predigt spricht Pastor Steiner von den Kindern, die mit ihren Eltern zu Jesus kommen, diesen Textabschnitt hören die Besucher zuvor in der Schriftlesung. Jesus hebt die Kinder besonders hervor, so wie auch heute Morgen viele, viele Kinder mit ihren Eltern da sind, so war es vielleicht auch damals. Aber die engsten Freunde wollten das verhindern, da greift Jesus ein und sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen… Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, dann könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Aber wie sind denn Kinder? Wenn es um Geschenke geht, dann nehmen die Kinder sie gerne an. Sie strahlen und freuen sich von Herzen. Wir Erwachsenen sind da manchmal anders. Geschenke müssen zurück geschenkt werden. Aber Jesus meint, werdet wie die Kinder. Wenn ER, Gott uns mit seiner Liebe uns entgegen kommt, mit seinen Geschenken, seiner Liebe, dann sollen wir sie mit offenen Armen annehmen und von Herzen“ DANKE“sagen. Denn wir sind Kinder, Gottes Kinder, auch wenn wir schon groß sind. Jesus sagt: „Guckt euch die Kinder an, wie sie Menschen mit Herz und Gefühl sind, solchen gehört das Reich Gottes. So sollt ihr sein.                                     So war es für für Ruth Linnenbecker auch immer das Wichtigste, die Kinder im Kindergarten, sowie im privaten Bereich, ihre eigenen und auch die 5 Enkelkinder.                                                                                                         Im Anschluss der Ansprache folgte ein wunderschöner Liedbeitrag von Kollegen und etlichen Eltern: „… Gott segne dich, behüte dich, befülle dich mit Geist und Licht…, hervorragend begleitet am Klavier.

Beim abschließenden Fürbittengebet danken und bitten Kinder, Eltern, Kollegen, Presbyter und Pastor Steiner um Bewahrung, Schutz und Stärkung für die vergangene und die nun neu beginnende Zeit.

Aber das letzte Wort soll Ruth Linnenbecker haben: „Es bleibt mir nichts anderes als DANKE zu sagen. Danke, für die Vorbereitung, die ganz lieben Worte. Es ist sehr emotional für mich, denn fast 40 Jahre auf dem Bonneberg zu sein, hießt ein kleines Zuhause zu haben. Mit dem Bonneberg zusammen gewachsen, dem Ort der Kirche und vor allem aber den Menschen.“

Mit Schwung in die RenteUnter den Klängen der Orgel machen sich alle Gottesdienstbesucher auf den Weg ins Gemeindehaus, wo alles von Ruth Linnenbecker und Team vorbereitet wurde. All e sind von Frau Linnenbecker eingeladen, es ist wunderschön hergerichtet und viele, viele Köstlichkeiten laden zu einem gemütlichen Beisammensein und fröhlichen aber bestimmt auch bewegenden Gesprächen ein.

Am letzten Freitag im Januar war es nun soweit, der besagte Tag war gekommen und im Kindergarten folgte nun unvermeidlich der endgültige Abschied, der „Rausschmiss“, den sonst immer nur die Schukis am Ende ihrer Kindergartenzeit erlebten. Viele Eltern und Kinder kamen am Nachtmittag und verfolgten die Zeremonie ganz hautnah. Nachdem nochmal mit allen das tolle Lied gesungen wurde ging es los. Mit den Worten: "Eins, zwei, drei vier, wir sind alle hier bei Dir. Fünf, sechs, sieben, wo ist nur die Zeit gebleiben? Acht ,neun zehn-Ruth kann jetzt in Rente geh´n und mit ordentlich Schwung landete Frau Linnenbecker auf den weichen Matratzen.Danach verabschiedeten sich alle bei ihr mit einer wunderschönen Rose, vielen guten Wünschen und der einen oder anderen Träne.  Es bleibt nur zu sagen: „DANKE RUTH!!!“eine weiche Landung